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Fehlermeldung -60 bei der Ablage im Archiv

Der Fehler „[-60]“ entsteht ausschließlich dadurch, dass die Datenbank weniger Dokumente indexiert hat als physisch im ArchivData-Verzeichnis vorhanden sind. Es sind also bereits mehr Dokumente im Archivdata-Verzeichnis vorhanden, als es die Datenbank „weiß“. Hierzu ist wichtig zu wissen: ELO vergibt beim Verschieben eines Dokumentes (von der Postbox oder auch direkt von Windows aus) ins Archiv [UP000….] Hexadezimaldateinamen. Diese „Benennungsnummer“ wird dann innerhalb des Systems einfach hochgezählt.
Will ein Anwender nun beispielsweise ein PDF ablegen, so prüft ELO die Datenbank daraufhin, welches die dort registrierte, höchste Nummer dieser Art ist, erhöht diese um Eins und hängt die vorgesehene Dateiendung an. Dann versucht ELO die Datei mit dem ermittelten Dateinamen, beispielsweise 0000021B.PDF, abzulegen. Das gelingt normalerweise auch – ist allerdings der Fall der angesprochenen Inkonsistenz zwischen Datenbank und Daten gegeben und ein Dokument „0000021B.PDF“ existiert im Dateisystem bereits, dann sagt Windows: „Das Dokument gibt’s schon, darum kann es nicht abgelegt werden“. Was wiederum der Auslöser für unsere Meldung „-60“ ist.

Die Gründe für diesen Fehler sind zumeist in einer falsche Datenrücksicherung aus einem Backup (-> nur die Datenbank wurde zurückgespielt), falsch eingestellten Dokumentenpfaden oder hin und wieder auch in verwendeten Synchronisations- bzw. Backuptools zu suchen.

Wichtig ist: Dieser Fehler kann NICHT „ganz von alleine“ auftreten. Es muß aktiv etwas am ArchivData-Verzeichnis verändert worden sein, damit er sich zeigt. Aktiv bedeutet hier allerdings nicht unbedingt absichtlich vorgenommene Benutzeränderungen – das Thema Benutzerkontensteuerung und Virtualisierung spielt an dieser Stelle ebenso eine Rolle.

Fehlerbehebung:
Hier gibt es mehrere Lösungsansätze; der einfachste Weg ist es, ein vollständiges, aktuelles Backup einzuspielen von einem Zeitpunkt als der Fehler noch nicht auftrat. Sinnvoll ist dies i.d.R. bis maximal 3 bis 4 Tage an Verlust nachzufügender Daten, je nach Dokumentenaufkommen des Kunden. Der Nachteil: Man muß nach erfolgreicher, korrekter Rücksicherung alle jene Dokumente, die ab dem Sicherungszeitpunkt abgelegt wurden, erneut ablegen.

Eine weitere Lösung wäre die, zunächst einen neuen leeren, temporären Ordner (zum Beispiel auf dem Desktop) anzulegen. Dann navigiert man auf Dateisystemebene zum ArchivData-Ordner (Standardpfad wäre: C:\ProgramData\ELO Digital Office\ELOoffice\ArchivData), hier betritt man dann den Ordner mit dem gleichen Namen wie ihn das betreffende Archiv trägt. Die nun zu sehenden [UP000…..]-Ordner ordnet man nun nach Datum und öffnet den jüngsten. Die darin befindlichen Dokumente ordnet man ebenfalls nach Datum. Nun verschiebt man die obersten zehn Dokumente (also die zehn aktuellsten) in den temporären Ordner.
Danach versucht man die Ablage in ELO. Wesentlich ist dabei: Sie müssen die Ablage mit demselben Dokumententyp versuchen, bei dem die Ablage zunächst gescheitert ist. Im obigen Beispiel müßte es also ein PDF sein, da Dokumente eines anderen Dateityps problemlos abgelegt werden können – ein 0000021B.TIF beispielsweise existiert ja noch nicht und kann daher abgelegt werden.
Dieses Vorgehen wiederholt man nun solange, bis die Ablage gelingt – oder bis man maximal 250 Dokumente verschoben hat, ohne daß die Ablage erfolgreich ist. Da bei höheren Datenmengen als 250 Dokumenten der Aufwand zu groß wird, sollte man an dieser Stelle ggf. aufhören.
Kann das Dokument hingegen vorher abgelegt werden, müssen die in den temporären Ordner wegkopierten Dokumente per Drag’n‘Drop in die ELO-Postbox gezogen und erneut abgelegt werden.

Sollten diese beiden Methoden nicht zum Erfolg führen, so kontaktieren sie bitte unseren Technischen Support.

Datum: 29. Juli 2013
Kategorien: Häufige Support-Anfragen
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